Vertreter der ARGE Solidarischer Hochwasserschutz bei der Auftaktveranstaltung im Landwirtschaftsministerium
Großer Bahnhof beim Auftakt für das Aktionsprogramm Schwammregionen in Bayern im Landwirtschaftsministerium in München. Spitzenvertreter mehrerer Ministerien haben gemeinsam mit den zehn ausgewählten Pilotregionen den offiziellen Startschuss für das Förderprogramm gegeben. Für die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Solidarischer Hochwasserschutz, die sich erfolgreich beworben hat, waren der Pfaffenhofener Landtagsabgeordnete Karl Straub, der stellvertretende Landrat Karl Huber, Hohenwarts Bürgermeister Jürgen Haindl und Projektkoordinator Thomas Assenbrunner unter den über 150 Teilnehmern.
Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die kurzfristig verhindert war, ließ ausrichten, dass der Klimawandel mit Starkregen, Überschwemmungen oder langanhaltender Trockenheit eine Herausforderung für alle sei. Niemand könne das allein bewältigen. Insofern müsse man sich mit gemeinsamen und aufeinander abgestimmten Maßnahmen an die Herausforderungen anpassen.
Bürgermeister Jürgen Haindl sieht es als große Chance, dass die ARGE mit ihren neun Gemeinden jetzt Pilotregion ist: „Der klimatische Wandel zwingt uns zu einem sensibleren und intelligenteren Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser. Wir wollen mit der Unterstützung aus München und gemeinsam mit vielen Akteuren aus der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft, dem Naturschutz und der Bevölkerung vor Ort wasserrückhaltende und wasserabflussbremsende Maßnahmen identifizieren und umsetzen. Dadurch können wir auch beim Hochwasserschutz vorwärtskommen.“
Jede der Pilotregionen durfte sich kurz und knapp in drei Minuten vorstellen. Projektkoordinator Thomas Assenbrunner sagte in seiner Ansprache, dass man innerhalb der ARGE schnell zur Überzeugung gelangt sei, das Aktionsprogramm als wichtigen Baustein für die Arbeit an einem solidarischen Hochwasserschutz entlang der Paar zu nutzen. „Es gibt da eine große Schnittmenge. Wenn wir die Schwammfähigkeit der Landschaft verbessern, profitieren wir auch beim Schutz vor Hochwasser und Starkregen. Wir wirken dem Grundwasserschwund entgegen und können positive Effekte für die Biodiversität erzielen. In der ARGE denken wir das integriert und packen gemeinschaftlich an.“
Jürgen Haindl nutzte die Gelegenheit, sich mit anwesenden Bürgermeisterkollegen aus den anderen Pilotregionen zu vernetzen. „In den Gesprächen hat sich schon gezeigt, dass wir von dem Netzwerk und dem Wissenstransfer der zehn Schwammregionen untereinander profitieren werden. Es gibt viele gute Ideen und Erfahrungswissen, wie man schnell in die Umsetzung kommt“, so der Hohenwarter Gemeindechef. Für ihn ist die erfolgreiche Bewerbung als Schwammregion auch ein wichtiges Signal an die Menschen im Paartal, die noch immer die Folgen der Flut sehen und spüren: „Unsere kommunale Allianz für einen besseren Hochwasserschutz nimmt Fahrt auf. Es bewegt sich was. Deshalb auch Danke im Namen aller Bürgermeister und Mitglieder unserer ARGE in Richtung Landwirtschaftsministerium und Ländliche Entwicklung in Bayern, die uns dabei unterstützen.“
Bild: Auftakt für die Schwammregionen im Landwirtschaftsministerium (v.l.): Ministerialdirigent Roland Spiller, WWA-Leiter Martin Mayer, Bürgermeister Jürgen Haindl, Norbert Bäuml vom Amt für Ländliche Entwicklung, stellvertretende Landrat Karl Huber, Projektkoordinator Thomas Assenbrunner und Umsetzungsbegleiterin Ellen Dankowski. (© StMELFT)