Erfolgreiche Bewerbung der Arbeitsgemeinschaft solidarischer Hochwasserschutz als Schwammregion
Straub und Weigert: „Die Auswahl für das Förderprogramm ist ein Erfolg für unsere Arbeitsgemeinschaft und ein erster wichtiger Schritt für einen besseren Hochwasserschutz entlang von Paar und Weilach.“
Das Bayerische Landwirtschaftsministerium hat die Gewinner für das Förderprogramm Schwammregionen bekannt gegeben. Die neu gebildete Arbeitsgemeinschaft solidarischer Hochwasserschutz, in der sich neun Kommunen entlang der Paar zusammengeschlossen haben, ist eine der zehn ausgewählten Initiativen in Bayern.
Der CSU-Landtagsabgeordnete Karl Straub betont: „Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht aus München. Ich habe mich bei der CSU-Klausurtagung auf Kloster Banz bei Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber für unsere Bewerbung stark gemacht. Ich danke ihr und ihrem Haus für das Vertrauen. Die Auswahl für das Förderprogramm ist ein Erfolg für unsere Arbeitsgemeinschaft und ein erster wichtiger Schritt für einen besseren Hochwasserschutz entlang von Paar und Weilach.
Roland Weigert, Landtagsabgeordneter der FREIEN WÄHLER und einer der Initiatoren der ARGE, sagt: „Die Ernennung als Schwammregion bringt uns dem Ziel eines besseren Hochwasserschutzes an Paar und Weilach ein Stück näher. Das Programm hilft, die Region widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterphänomenen wie Starkregen mit Überschwemmungen oder langanhaltende Trockenheit zu machen. Wir wollen das Instrument bestmöglich nutzen. Dazu gehört für uns mehr natürlicher Wasserrückhalt in der Fläche, was in Kombination mit angemessenen technischen Bauwerken die Siedlungsstrukturen besser schützen kann. Gleichzeitig fördern wir die Grundwasserneubildung und stärken den lokalen Wasserhaushalt.“
Mit der federführend im Landratsamt Pfaffenhofen ausgearbeiteten Bewerbung konnte sich die ARGE solidarischer Hochwasserschutz in einem Bewerberfeld von 27 Gemeindeverbünden, Regionen und Arbeitsgemeinschaften mit 321 Kommunen aus allen Regierungsbezirken behaupten. Die Förderung sieht eine 90-prozentige Finanzierung eines Schwammregion-Managers für fünf Jahre vor. Der Experte soll Akteure zum Beispiel aus der Landwirtschaft, der Kommunalpolitik, aus Fachbehörden und der interessierten Öffentlichkeit zusammenbringen, maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten und staatliche Fördergelder für die Umsetzung anzapfen.
Der Pfaffenhofener Landrat Albert Gürtner sieht in dem Zuschlag aus dem Landwirtschaftsministerium eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg: „Es freut mich, dass wir die Fachjury überzeugen konnten. Wir sind jetzt eine von zehn Pionierregionen in Bayern. Das zeigt, dass unser Ansatz für einen gemeinde- und landkreisübergreifenden Hochwasserschutz richtig ist. Als Nächstes werden wir schon Mal mit wichtigen Partnern für unsere Schwammregion wie dem Bauernverband und dem Donaumoos-Zweckverband sprechen. Ein funktionierendes Netzwerk ist der Schlüssel, um zu konkreten Maßnahmen in den Gemeinden zu kommen.“
Die Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz ist eine gemeinschaftliche Initiative als Reaktion auf die vom Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt als HQextrem eingestufte Hochwasserkatastrophe im Juni dieses Jahres mit hohen Schäden insbesondere entlang der Paar. In dem Verbund arbeiten seit Juli die Kommunen Schrobenhausen, Baar-Ebenhausen, Reichertshofen, Manching, Hohenwart, Gachenbach, Aresing, Waidhofen und Berg im Gau sowie die Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm und Neuburg-Schrobenhausen zusammen. Die ARGE repräsentiert ein gemeindliches Einzugsgebiet von rund 325 Quadratkilometer sowie 61.000 Einwohner. Weitere Kommunen entlang der Paar sowie aus dem Donaumoos haben bereits Interesse an einer Mitarbeit bekundet. Ziel der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit ist es, den Hochwasserschutz durch technische aber vor allem wasserrückhaltende Maßnahmen in der Fläche zu verbessern. Ein weiteres Handlungsfeld ist die Optimierung des Hochwasserrisikomanagements durch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz.